Der Evangelische Jugendring hat am Samstag, den 01.09.2018 zu einem Fachtag rund um Themenfeld Geflüchtete und Asyl eingeladen. Wir wurden detailliert und nachvollziehbar über Flucht, Duldung, Bleiberecht, Asylverfahren, Abschiebung u.v.m. informiert. Es bleiben viele neuen Fakten im Kopf und die Erkenntnis, dass ein Asylverfahren sehr komplex ist; Und der Eindruck dass wir uns alle für die Unterstützung Geflüchteter und für mehr Gerechtigkeit in der Welt stark machen und einsetzen müssen.
Alle Beiträge von Stajupfa
Sommer – Sonne – Stajupfa
24. August 2018
Sommerfest im Stajupfa
Auch dieses Jahr lud der Evangelische Jugendring alle Freundinnen und Freunde des Stajupfas zu einem lustigen kleinen Sommerfest rund um den hauseigenen Teich ein.
Für das Leibliche Wohl, war mit ausreichend Grillgut und Salaten, sowie einem Getränkestand gut gesorgt. Etwa 70 Altbekannte, wie auch neue Gesichter kamen an diesem Abend zum gemeinsamen Feiern und Gesprächen zusammen.
Musikalisch gestaltet wurde der Abend durch Fynn Stemmler und durch die Stajupfa Band in kleiner Besetzung, an den Ufern des in Farbenfrohes Licht getauchten Teiches.
Es war ein wunderbares Sommerfest in toller Atmosphäre mit vielen tollen Menschen.
Der Weg – eine interaktive Ausstellung
21. bis 31. August
Evangelische Jugendkirche
Adolf-Todt-Straße 9
In den einzelnen Erlebnisräumen der Ausstellung spürten die Schülerinnen und Schüler emotional nach, was es heißt, aus der Heimat fliehen zu müssen: Sie erlebten banges Warten, Hoffnung und Rückschläge, kamen mit Schleusern in Kontakt, mit korrupten Arbeitgebern und schroffen Beamten. Sie drängten sich an einer Station in einem zu kleinen Boot woanders in einem LKW-Container, und sie mussten eine Grenze überwinden. Am Ende bekommen sie eine Chance auf Asyl – oder werden abgewiesen. „Jetzt wissen wir, wie sich diese Flüchtlinge fühlen“, stellte einer der Jugendlichen am Ende fest.
Costa Brava – Sommerfreizeit 2
14. bis 27. Juli 2018
Neben diesem Highlight standen jedoch natürlich auch noch andere Aktivitäten auf dem Programm: Seekajakfahren, ein Wellenritt im Katamaran-Segeltörn, Stand-Up-Paddeling in den Sonnenaufgang, Schnorcheln, Klippenspringen und Cave Diving, eine atemberaubende Watertrekking-Tour durch ein wildes Flussbett, die Summer-Never-Ends-Party des Jahres, ein wildromantischer Sightseeing-Ausflug nach Girona u.v.m. Daneben gab es das klassische Sonnenbaden am Strand oder Pool und eine Menge neuer Kreativideen zum Selbstbasteln.
Gelungene 14 Tage auf einem der schönsten Plätze Spaniens, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr…
Taizé
22. bis 29. Juli 2018
Gespräche über den Glauben, mit den Brüdern, Chor singen, am Empfang mitarbeiten, Night-Welcome-Team, Bibeleinführungen, Workshops gehörten genauso zum gerne angenommenen Angebot wie die Tagzeitengebete, die den Tagesablauf prägen.
Als besonderes Highlight konnte die Gruppe erleben, wie genau in dieser Woche die Neugestaltung des Altarraums von Tag zu Tag voranging. Sieht sehr schön aus.
In der Woche waren mit 2800 Jugendlichen vergleichsweise wenig Menschen in Taizé, was lange Schlangen vor den Duschen oder beim Essen ersparte. Und für alle steht fest: Ich habe jede Menge in dieser Woche geschenkt bekommen – und komme wieder.
Costa Brava – Sommerfreizeit I
05. bis 16. Juli 2018
Der Spaß stand bei allem im Vordergrund, was daran erkennbar war, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den vielseitigen Aktionen mit der Sonne um die Wette strahlten. Und wer von Sonne und Strand mal eine Auszeit brauchte, der konnte sich an den Kreativangeboten oder den vielen gestalteten Gruppenabenden im Camp verausgaben.
Am Ende der Freizeit war klar erkennbar: We are one! Costa Brava I war eine wunderbare Freizeit mit vielen Höhepunkten und viel Spaß und Freude.
Hits für Kids in Schotten
Die Kinder hatten viel Spaß bei den Spielen, Kreativangeboten und natürlich dem Trampolin springen. Höhepunkte der Freizeit war der Ausflug in den Vogelpark Schotten, der Besuch im Freibad und natürlich die Nachtwanderung.
Der Vogelpark Schotten entpuppte sich mehr als Zoo und Spieleparadies. Die Kinder haben sich von allem über die Riesenhüpfkissen gefreut.
Im Freibad haben die Kinder die große Rutsche unsicher gemacht. Die Nachtwanderung wurde wieder einmal von Klaus Kosmehl und vielen anderen Ehrenamtlich vorbereitet und sehr gut durchgeführt. Die Kinder waren begeistert, die tolle Geschichte mitzuerleben und am Ende einen großen Schatz überreicht zu bekommen.
Zum Schluss wurde am letzten Abend bei der Disco gefeiert. Bei leckeren Säften und Limonade hatten die Kinder viel Spaß sich bei der Musik zu bewegen.
In allem war es eine sehr gelungene Freizeit und das Team freut sich schon auf das nächste Jahr.
18. Konfi-Camp
14. bis 16. Juni 2018
Rund 480 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Wiesbaden und der näheren Umgebung campen drei Tage lang auf dem Zeltplatz der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Westenohe mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern und rund 250 Helferinnen und Helfern aus den evangelischen Gemeinden und dem Stadtjugendpfarramt. Sie erleben Nachtkirche und Gottesdienst, Theater, Party, Spiel und Sport sowie Nachdenkliches und Besinnliches.
Für die 12- bis 13-jährigen Jungen und Mädchen, die alle aus den Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Wiesbaden stammen, ist das Konfi-Camp der Auftakt ihrer Konfirmandenzeit. Inhaltlich steht das riesige Zeltlager dieses Jahr unter dem Motto „Whaaaaaat… ?????“.
Anhand der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter beschäftigen sich die Jugendlichen mit dem Thema Vorurteile. Sie sind aufgefordert, darüber nachzudenken, wie Vorurteile entstehen und wie man sie überwinden kann. Denn die Geschichte vom barmherzigen Samariter hat – neben der Aufforderung, sich hilfsbedürftigen Menschen gegenüber barmherzig zu verhalten – noch eine weitere Botschaft: Der Samariter ist derjenige, von dem man die Hilfe am allerwenigsten erwartet hätte. Zu Lebzeiten Jesu wurden Samariter verachtet. Und dass es jetzt genau dieser Samariter ist, der sich dem Hilfsbedürftigen zuwendet und nicht etwa der Priester, ist überraschend und entspricht nicht den Vorurteilen, die man damals gegenüber Samaritern hatte.
Die Jugendlichen sollen sich Gedanken darüber machen, ob sie schon mal von einem anderen Menschen nach dem ersten Eindruck falsch eingeschätzt wurden und formulieren, wie sich das anfühlt.
In einem kleinen Anspiel, das die Teamer am Freitagvormittag in der Arena vorspielen, geht es um einen You-Tube-Star, der auf den ersten Blick cool und lässig wirkt und die neusten Klamotten im Internet vorstellt. Doch auf den zweiten Blick ist er anders: Er arbeitet im Altenheim und kümmert sich rührend um die alten Menschen dort. „Du kannst beides leben“ so die Botschaft: schön, gestylt und cool in der Freizeit und auch aktiv, mitmenschlich und hilfsbereit für Andere. Jugendpfarrerin Astrid Stephan ist froh, dass es gelungen ist, die Inhalte so aufzubereiten, dass sie bei den Jugendlichen ankommen: „Gerade die Anspiele treffen die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen“, so die Pfarrerin.
Stephan ist dankbar für drei ausgelassene, fröhliche, aber auch ruhige und besinnliche Tage. „Es ist trotz des durchwachsenen Wetters super Stimmung, und es ist toll zu sehen, wie sich die älteren Jugendlichen um ihre Gruppen kümmern.“ Ihr Dank gilt vor allem den zahlreichen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfern, die schon Monate im Voraus mit Planung und Organisation beschäftigt waren und noch bis Sonntag auf dem Gelände und im Stadtjugendpfarramt abgebaut und aufgeräumt haben: „Ohne dieses super Team wäre solch eine Großveranstaltung niemals möglich.“
Mit seinen knapp 800 Beteiligten ist das Konfi-Camp deutschlandweit das größte Konfirmanden-Camp. Es wurde organisiert und durchgeführt von zahlreichen ehren- und einigen hauptamtlichen Mitarbeitenden des evangelischen Stadtjugendpfarramts Wiesbaden unter Leitung von Stadtjugendpfarrerin Astrid Stephan und dem Gemeindepädagogen Achim Hoock.
18. Konfi-Camp „#Whaaaaat….?????“
Rund 480 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Wiesbaden und der näheren Umgebung campen drei Tage lang auf dem Zeltplatz der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Westenohe mit ihren Pfarrerinnen und Pfarrern und rund 250 Helferinnen und Helfern aus den evangelischen Gemeinden und dem Stadtjugendpfarramt. Sie erleben Nachtkirche und Gottesdienst, Theater, Party, Spiel und Sport sowie Nachdenkliches und Besinnliches.
Für die 12- bis 13-jährigen Jungen und Mädchen, die alle aus den Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Wiesbaden stammen, ist das Konfi-Camp der Auftakt ihrer Konfirmandenzeit. Inhaltlich steht das riesige Zeltlager dieses Jahr unter dem Motto „Whaaaaaat… ?????“.
Biebricher Höfefest
1. Juni 2018
Evangelische Jugendkirche
Adolf-Todt-Straße 9
Zwischen den Musikstücken von Aeham Ahmad trat die Pfarrerin in einen deutsch-englischen Dialog mit ihm. Er versteht zwar Deutsch, spricht es aber nicht gut genug, um auf Deutsch zu antworten. Er komme wegen seiner Auftritte zu wenig zum Deutschlernen, gab er schmunzelnd als Entschuldigung an. Der Wiesbadener Schauspieler Pascal Fey – ein Ehrenamtlicher des Stadtjugendpfarramts – las Passagen aus der im vergangenen Jahr erschienen Autobiografie von Aeham Ahmad „Und die Vögel werden singen“, was dem Konzert zusätzlich ein nachdrückliches Gewicht verlieh. Das Buch beginnt mit einem Bild, das um die Welt ging: Aeham Ahmad sitzt inmitten der Trümmer in Yarmouk, spielt Klavier und singt. Yarmouk ist ein Stadtviertel in Damaskus, in dem überwiegend Geflüchtete aus Palästina und deren Nachfahren wohnen. So wie der staatenlose Aeham Ahmad, der in einer liebevollen Musikerfamilie aufgewachsen ist, Musik und Musikpädagogik studiert, angefangen hat, als Musiklehrer zu arbeiten und gerade einen florierenden Musikinstrumentenladen eröffnet hat. „Bis der Krieg kam und alles zerstörte. Bis eine Granate mir die Sehne zweier Finger durchschnitt. Bis ein Mädchen neben meinem Klavier erschossen wurde. Bis der IS mein Klavier verbrannte. Bis ich in den Kerker geworfen wurde. Bis ich abhauen konnte“, las Pacal Fey aus Ahmads Buch.
Er las auch die Passage von Ziad, einem Honigverkäufer aus Leidenschaft, der einen Doktortitel hatte und Ahmad einen Text gegeben hatte, in dem er den Tod seiner hochschwangeren Frau verarbeitet hatte. Sie war auf dem Weg in die Klinik gestorben, weil Soldaten sie am Checkpoint nicht durchließen. „Ich habe meinen Namen vergessen“, heißt das Gedicht, das Aeham Ahmad vertont hatte und es dem Höfefest-Publikum vorspielte. „Nasitu ismi“, ist der arabische Titel. Das ganze Konzert war eine Mischung aus Eigenkompositionen mit arabisch gesungenen Texten und Medleys aus klassischer Musik: Beethoven, Bach, Mozart, Debussy. Astrid Stephan führte in ihren Fragen und Erläuterungen durch Ahmads Leben, sprach die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend in Syrien an, seine abenteuerliche Flucht im Jahr 2015. Sie sprach mit über seine Eltern, die er zurücklassen musste, seine Frau Tahani, eine Kunstlehrerin, die mit den beiden kleinen Söhnen 2016 nach Wiesbaden nachkommen durfte und seine Erfolge als international gefragter Pianist, obwohl er durch die schwere Verletzung seiner Hand eigentlich kein Klavier spielen dürfte.
Das Publikum lauschte aufmerksam den Worten und der Musik, und nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus spielte Aeham Ahmad die „Ode an die Freude“ aus der neunten Sinfonie von Beethoven und forderte das Publikum auf, mitzusingen. „Brüder, überm Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen“, heißt es darin – ein Kontrast zu den Grausamkeiten des Krieges, die an diesem Abend nicht ausgespart wurden. Vielleicht auch eine Bestätigung für den wundersamen Werdegang Aeham Ahmads, der keinen Hehl daraus machte, wie glücklich und dankbar er – bei aller Zerrissenheit – ist, dass er und seine Familie in Deutschland Aufnahme gefunden haben und dass er seine Sehnsucht nach Frieden bei den Konzertauftritten verbreiten darf. „Da hat sicher Gotts eine schützende Hand über dir gehalten, dass du hier in Wiesbaden gelandet bist. Wir sind froh, dass du hier bist und du bist uns mit deiner Familie willkommen“, versicherte ihm Astrid Stephan.
Anschließend wurde Aeham Ahmad noch von vielen Menschen umringt, umarmt und in Gespräche verwickelt. Auch war er noch eine Weile damit beschäftigt, sein Buch zu signieren, das auf einem Büchertisch verkauft wurde.
Chris & Taylor bestritt den zweiten Teil des Konzerts
Nach einer Pause bestritt Chris & Taylor den zweiten Teil des Abends, gemeinsam mit Elias Tontsch, der ihn mit Gitarre und Gesang begleitete. Inzwischen ist Chris & Taylor so bekannt und gefragt, dass nicht mehr erklärt werden muss, dass Taylor seine Gitarre gleichen Namens ist. Mit seinen feinfühligen deutschen Texten gelang dem Liedermacher die Fortsetzung des Open-Air-Konzerts in einer unbeschwerten Atmosphäre. Chris & Taylor singt von Liebe, Abschied und Rückkehr und greift auch gesellschaftliche Themen auf, so beispielsweise in dem Lied „Meine Haut“. „Den Song habe ich geschrieben, weil ich der Meinung bin, dass man Menschen nach ihren Worten oder Taten beurteilen – oder auch verurteilen – sollte, aber nicht nach ihrer Hautfarbe“, merkte er an. „Das ist kein ganz revolutionärer Gedanke, aber einer, den manche Menschen sich heute nochmal in Erinnerung rufen sollten.“ Das Duo erhielt nach jedem Stück begeisterten Beifall.
Wie schon im ersten Teil des Abends wurden die Gäste gut bewirtet mit Flammkuchen, Laugengebäck, Sekt, Cocktails und alkoholfreien Getränken durch das Team des Stadtjugendpfarramts, des Fördervereins der Jugendkirche und durch Chormitglieder von Chorage.