16. bis 29. Juli 2019
Kinderspielstadt „Die Verwunschene Stadt“
Schnell machten sich die Krümel daran Kleider zu fertigen und begannen neben ihren täglichen Berufen einer fantastischen Story zu folgen – mit vielen Rätseln, Schatzsuchen, Geburstagsfeier und schließlich einem Endkampf in einem verschollen geglaubten Tempel. Als es dann am Donnerstag mit „Menoisnemid“ zurück in ihre Welt ging, waren viele Traurig das sie diese Zauberhafte Welt nun verlassen mussten. An dieser Stelle, einen großen Dank an das Team das diese tolle Kinderspielstadt ermöglicht hat. Und an alle Krümel: Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr.
Die nächste Kinderspielstadt ist vom 10 – 14. August 2020 in der 6. Ferienwoche.
Costa Brava I
Kalle geht in den Ruhestand
Geht man mit dem 65-Jährigen über Haus und Grundstück des Evangelischen Stadtjugendpfarramts (Stajupfa) in Wiesbaden, unweit der Biebricher Allee gelegen, dann finden sich überall Spuren des 65-Jährigen. 27 Jahre hat Kalle Pfeifer, wie ihn alle nennen, hier gewirkt – eigentlich als Hausmeister und Techniker, oft auch als Gärtner, manchmal als Musiker und vor allem als kreativer Bastler und Tüftler. Jetzt geht der Vater von drei erwachsenen Kindern in den Ruhestand und übergibt im wahrsten Sinne des Wortes ein gut bestelltes Haus an seinen Nachfolger Marco Lasser.
Mit Kalle Pfeifer geht im Stajupfa buchstäblich eine Ära zu Ende: Er ist mit Dekanatsjugendreferent Klaus Kosmehl der Dienstälteste im Haus und hat mit vier Jugendpfarrer*innen und zahlreichen Gemeindepädagoginnen und Gemeindepädagogen zusammengearbeitet.
Dank Pfeifers technischer Unterstützung ist das alljährliche Konfi-Camp, bei dem mehrere hundert Konfirmandinnen und Konfirmanden aus dem Dekanat Wiesbaden im Westerwald zelten, Freizeit verbringen, Party und Gottesdienst feiern, in dieser Form mit eigener Bühne und eigener Soundanlage erst möglich geworden. Ohne seinen Ideenreichtum und sein technisches Knowhow wäre das Stajupfa heute nicht das, was es ist.
Pfeifer selbst gibt sich bescheiden: „Tja, man kann halt alles für viel Geld ausleihen oder kaufen, man kann aber einiges auch selber bauen.“ Diese Haltung ist zu seinem Markenzeichen geworden.
Pfeifer ist eigentlich gelernter Nachrichtengerätemechaniker. Nach seiner Ausbildung hat er einige Jahre bei Philips in Wetzlar gearbeitet. Mit Pfarrer Martin Heinemann, ehemaliger Dekan von Wiesbaden und ehemaliger Stadtjugendpfarrer, verbindet ihn eine langjährige Freundschaft: „Mit Martin Heinemann war ich schon als Kind auf einer Bläserfreizeit“, erinnert sich Pfeifer.
Martin Heinemann hat er damals, in den 80er-Jahren, auch in Wiesbaden wieder getroffen, zunächst als Mitbewohner, danach als Hausmeister und Küster der Stephanuskirche am Elsässer Platz, die heute zur Ringkirchengemeinde gehört. Acht Jahre später war es Heinemann, der ihn ermunterte auf die Hausmeister-Stelle ins Stadtjugendpfarramt zu wechseln.
Dass er jetzt tatsächlich ein halbes Leben dort geblieben ist, überrascht ihn selbst: „Es gab Durststrecken, keine Frage, und ich musste mir viel erkämpfen, es gab zum Beispiel anfangs nicht mal eine Putzkraft. Aber im Grunde hat sich immer alles gut gefügt. Es sollte wohl so sein“, sagt er und schaut auch mit Stolz auf die Früchte seiner Arbeit – zum Beispiel auf Marco Lasser, seinen Nachfolger.
Den kannte Pfeifer schon als er als Jugendlicher erstmals ins Stadtjugendpfarramt kam, um bei einem Filmprojekt mitzumachen. Dass Lasser jetzt in seine Fußstapfen tritt, freut den 65-Jährigen. „Ich hab immer das, was ich konnte eingesetzt und wenn das von den Jugendlichen angenommen wurde, macht es einen dankbar.“
Ohne einen Draht zu Jugendlichen zu haben, wäre der Job wahrscheinlich nicht machbar gewesen, ist sich Pfeifer sicher. „Ich denke, ich war immer mit dem Herzen dabei und das haben die jungen Leute gemerkt.“ Generationen von Jugendlichen hat er so ein Stück begleitet. Manche von ihnen hat er aus den Augen verloren, andere sind als Erwachsene wiedergekommen. Zu seinem Abschiedsgrillfest gab es ein großes Wiedersehen. „Das hat mich wahnsinnig gerührt – da kamen fast 80 Leute, viele von denen hatte ich seit Jahren nicht mehr gesehen“, erzählt Pfeifer: „Da denke ich dann schon: Mensch, was hab ich einen spannenden Job gehabt.“
Deutscher Evangelischer Kirchentag
19. bis 23. Juni 2019
Dortmund
Daneben gibt es auf dem Kirchentag natürlich ganz viele tolle Veranstaltungen zu besuchen. Das komplette Kirchentagsprogramm gibt es hier, auch als kostenlose App zum Runterladen und vor Ort immer gut informiert sein.
Die Band sucht Dich!
Ab Sommer 2019
Du spielst seit längerer Zeit Keyboard und willst gemeinsam in einer Band Musik machen? Du hast Lust auf verschiedene Auftritte innerhalb und außerhalb der Kirche? Dann melde dich bei uns: band@stajupfa.de
Wir proben regelmäßig Dienstags von 18:00-20:00 Uhr im Stajupfa.
(Und keine Angst, wir spielen nicht nur Kirchenlieder, sondern orientieren uns bei der Auswahl der Lieder an der Thematik der Veranstaltung.) Mehr Infos gibt es hier.
Biebricher Höfefest 2019
31. Mai 2019
Evangelische Jugendkirche
Adolf-Todt-Straße 9
Ab 17 Uhr präsentieren die Kunstwerkstatt und die Schulband der Mittelstufenschule Dichterviertel ihr Projekt „Rheingold“ mit Ausstellungstücken aus Treibholz vom Rheinufer und begleitet von einem Songprojekt nach einem Motiv aus der Rheingold Overtüre von Wagner.
Als zweiter Act spielen ab 18.30 Uhr dann Jomäx. Rock-Folk präsentiert von den Brüdern Max und Jonathan Binhack mit ihren Gitarren.
Im Anschluss um 21 Uhr sorgt Stadtgeflüster mit einem bunten Mix aus Charts und Oldies für Stimmung. Die gewaltige Stimme und groovigen Rhythmen des Trios zeichnen Stadtgeflüster aus.
Für Essen und Trinken ist gesorgt, ob Ihr nun die leckeren Cocktails des Chores „Chorage“ probieren oder direkt gegenüber am Stand des Förderkreises der Jugendkirche einen Sekt genießen wollt. Natürlich gibt es auch eine breite Auswahl an Limonaden.
Für ein weltoffenes Europa: Am 26. Mai wählen gehen
26. Mai 2019
Dem Evangelischen Jugendring ist es wichtig, dass viele, auch junge Menschen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Deshalb wünschen die Jugendvertreter*innen: „Nehmt euch die Zeit am 26. Mai und geht wählen!“ – „für ein weltoffenes, tolerantes und soziales Europa“ so wie es in dem Aufruf des Wiesbadener Bündnisses heißt. Den kompletten Aufruf gibt es hier zum nachlesen.
Eco-City
13. bis 21. Mai 2019
Evangelische Jugendkirche
Adolf-Todt-Straße 9
In sechs Stationen zum Thema Handy, Recycling, Wasser, Energiegewinnung oder dem umweltbewussten Einkauf, auch von Kleidung, erlebten die Jugendlichen in praktischen Übungen wie es um ihrem persönlichen Umgang mit Ressourcen im Alltag steht.
Das Projekt der Evangelischen Jugendkirche Wiesbaden und der Schulsozialarbeit der LH Wiesbadsen gibt Anregungen, seine Gewohnheiten diesbezüglich zu überprüfen und anzupassen.
VERKANTET – einmal Held und zurück
Schwarzlichttheater „Verkantet“
Ein greiser König liegt im Sterben und hat zwei Söhne: Einer von den beiden, Kante, der titelgebende Held der diesjährigen Schwarzlichtproduktion „Verkantet“, will beweisen, dass er ganz allein den Vater und das Königreich retten kann. Heroisch zieht er los, auf der Suche nach einem Zaubertrank, dem Wasser des Lebens, das seinem Vater vor dem drohenden Tod bewahren soll.
„Verkantet – Einmal Held und zurück“ ist die neue Schwarzlichtproduktion des Evangelischen Stadtjugendpfarramts. Das Stück ist frei nach dem Grimmschen Märchen „Das Wasser des Lebens“ erzählt.
Auf seiner Suche nach dem Wasser des Lebens muss Kante mit seiner treuen Fee Samvete einige Abenteuer erleben: Er kämpft gegen einen Drachen, muss fremde Königreiche finden und lernt hungernde und zu Stein erstarrte Völker kennen. Außerdem trifft er auf eine verwunschene Prinzessinnen. Am Ende gelingt Kante zwar, das Wasser des Lebens zu destillieren und nach Hause zu bringen, doch es kommt dann doch anders als erwartet.
Den Schauspieler*innen gelingt es, eine Fülle von starken Bildern und Motiven auf die Bühne zu bringen, dennoch wirkt die Handlung teilweise etwas zersplittert. Die zahlreichen Schwarzlichtszenen sind die stärksten Momente des Abends. Oft deuten sie ausdrucksstark auf die märchenhafte Fantasiewelt hin, etwa, wenn Kante mit dem Drachen kämpft – eine großartige Szene – oder wenn Nebelgeister aufsteigen. Manchmal symbolisieren die Schwarzlichtszenen eine unheimliche Zwischenwelt – zwischen Leben und Tod, Traum und Wirklichkeit. Die Aufführung lebt außerdem von einem ausdrucksstarken Bühnenbild sowie detailgetreuen Kostümen und Requisiten. Musik und Ton erzeugen darüber hinaus ein stimmiges Gesamtbild.
Das Stück ist vielschichtig, es stellt vor allem die Frage nach dem Helden neu. Kante gelingt es zwar das Wasser des Lebens zu finden und mit nach Hause zu nehmen, aber unterwegs verliert er seine treue Fee Samvete. Menschen öffnen ihm die Augen darüber, dass sein Vater, der König, dem er eigentlich das Leben retten will, sein Volk unterdrückt. Was macht einen Held zum Held? Kante hat zwar wahren Heldenmut bewiesen, doch was bringt es? Und ist ein schillernder Held, der auf die Hilfe anderer angewiesen ist, am Ende nicht vielleicht sogar der bessere Held?
„Verkantet“ ist eine gemeinschaftlich erarbeitete Produktion von jungen Erwachsenen rund um das Evangelische Stadtjugendpfarramt. Rund 25 Akteure vor und hinter der Bühne sind beteiligt, die Gesamtleitung hat Klaus Kosmehl. Das Drehbuch zu „Verkantet“ hat Linnert Arndt geschrieben, für Kostüme und Requisiten ist federführend Heidi Bochenek zuständig, Regie führten Fa-Rung Rath und Timo Schipper.
Das Schwarze Theater des Evangelischen Stadtjugendpfarramtes gibt es mittlerweile seit 18 Jahren. Es ist nicht nur zu einer festen Größe im Stadtjugendpfarramt, sondern auch in der Jugendkulturszene der Stadt geworden. Zu den Vorstellungen im Bonhoefferhaus kommen pro Jahr rund 400 bis 500 Zuschauer. Fast jährlich formiert sich die Gruppe zum Teil neu. Rund 100 Jugendliche haben in den vergangenen 18 Jahren beim Schwarzen Theater mitgewirkt. Aktuell besteht die Theatergruppe aus mehr als 20 jungen Menschen zwischen 19 und 62 Jahren. Die Leitung hat Dekanatsjugendreferent Klaus Kosmehl.